8. Oktober

„Und wir sind die Reisebegleiter auf der Transformationsreise unserer Kunden.“

kaos im Interview über das Chaos mit Digitalisierung, agile, modern work und anderen Worthülsen...
Wer ist kaos? Das „echte“ kaos?

Marcus — Das„echte" kaos ist die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen unseren Kunden und uns: Katrin Ostermeier und Marcus Rübbe. Wir sind zwei Business Coaches und gemeinsam mit unseren Kunden in Organisationen, Unternehmen und Teams erschaffen wir die Arbeitskontexte und Kooperationsstrukturen, die es allen Beteiligten ermöglichen sinnstiftend, produktiv und beschwingt zusammenzuarbeiten, um in unserer digitalisierten Arbeitswelt innovative Lösungen für eine attraktive Zukunft zu gestalten.

Katrin — Uns verbindet die Begeisterung dafür, mit Menschen zu arbeiten und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen, indem wir effiziente, kreative Entwicklungskontexte schaffen – und Spaß machen darf es natürlich auch!

Marcus — Dies nennen wir "Transformationsreise". Und wir sind die Reisebegleiter auf der Transformationsreise unserer Kunden.

Warum hast du damit angefangen? Was war der Auslöser, als Coach und als Unternehmer?

Katrin— Ich durfte in meiner beruflichen Laufbahn sehr unterschiedliche Arbeitskontexte kennenlernen: die spannende und auch harte politische Welt des Europäischen Parlaments; das professionelle und unglaublich dynamische Umfeld der Londoner Finanzwelt; und auch die gemütlichere, aber hierarchisch-sperrige Organisation eines öffentlichen Unternehmens  in München. Dabei habe ich am eigenen Leib erfahren, dass der Kontext, in dem Menschen arbeiten, einen starken Einfluss auf die persönliche Entwicklung hat- angefangen bei den Organisationsstrukturen über den Führungsstil bis hin zur Teamaufstellung. Ich habe gelernt, dass Menschen in unterschiedlichen Rahmenbedingungen entweder aufblühen und aus ihrer Arbeit hohe Zufriedenheit gewinnen; oder aber, dass Menschen sich durch die Arbeit ausgebrannt und depressiv fühlen. Als Politikwissenschaftlerin finde ich den Zusammenhang zwischen Systemen und Menschen sehr faszinierend und habe so die Welt des Coachings und der Organisationsentwicklung für mich entdeckt.

Marcus — Mit etwa 12 Jahren durfte ich viel Freizeit mit anderen Kindern in Zeltlagern, in der Natur, verbringen. Und schon damals hat mich schlichtweg begeistert, welche Dynamik, Energie und welche Ergebnisse entstehen können, wenn Menschen in Teams zusammenarbeiten, auf ein gemeinsames Ziel hin.  

(…) Auf der Reise als Angestellter in verschiedenen Unternehmen und seit 10 Jahren als selbstständiger Unternehmer habe ich dies bezüglich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Und die bringe ich nun alle in kaos mit ein. Zusammen mit Katrin. Denn ich glaube nach wie vor an die Synergieformel 1+1=10, an den Satz "gemeinsam sind wir stark" und in die Power "kollektiver Intelligenzen".

Was ist Coaching für Dich? Worin siehst Du Herausforderungen für Unternehmen und Menschen?

Marcus — Coaching und Coach sein ist für uns in erster Linie eine Einstellung, eine innere Haltung und ein fester Standpunkt, den wir immer wieder neu einnehmen. Und dieser Standpunkt heißt: wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Denn nur die Menschen selbst können die Unterschiede bewirken, die wir in der heutigen und auch zukünftigen Arbeitswelt brauchen, um unsere Potenziale zu entwickeln und zu wachsen.

Katrin — Ein professioneller Coach begleitet Menschen durch herausfordernde Situationen - und meiner Meinung nach ist eine gute Portion Demut die wichtigste Voraussetzung für diese Aufgabe. Ein guter Coach verfügt über einschönes Repertoire an Werkzeugen - aber vor allem ist er selbst das Werkzeug. Das erfordert Empathie und ein sehr hohes Maß an Selbstreflexion, woraner ständig arbeiten muss. 

‍Eine großeHerausforderung für Unternehmen ist die Frage, ob sie wirklich bereit sind, die Folgen eines Coachingprozesses zu tragen. Wenn man tief in die Strukturen eindringt und sie hinterfragt, können Veränderungen notwendig sein -und das bedeutet, zunächst eine Art Chaos zu akzeptieren. Man kann sich vorstellen, wie gut das mit dem deutschen Bedürfnis nach Struktur einhergeht 😉

Marcus — (…) Es sind nicht die Techniken per se, welche die Menschen wachsen lassen. Es sind die Menschen selbst, welche die Techniken entsprechend nutzen für Entwicklung, Innovation und Transformation. Menschliche Haltungen VOR die Techniken zustellen, sehe ich als große Herausforderung in Unternehmen und bei uns Menschen.

Coaching ist sehr persönlich. Wie funktioniert es, wenn ein neuer Kunde anfragt? Gibt es gewisse Voraussetzungen, damit die Zusammenarbeit optimal funktioniert?

Marcus — Absolut. Der Erfolg unserer Coaching-Arbeit basiert auf einer sehr persönlichen, meist lang andauernden und intensiven Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Und dafür brauchen wir vertrauensvolle Beziehungen. Denn ohne diese ist eine professionelle Steuerung, also unser Coaching, nicht möglich. Und genau das kommunizieren wir von Beginn an transparent mit unseren potenziellen, neuen Kunden.

Katrin — So haben wir die kaos-FIT-Kriterien entwickelt – als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Sie dienen sowohl unseren Kunden als auch uns selbst als Schutz, um sicherzustellen, dass wir keine Zeit, Geld undEnergie verschwenden. Wir arbeiten nicht mit Kunden zusammen, die uns beauftragen wollen, um ihre Probleme zu lösen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, dass sie ihre Probleme selbst lösen können - das erfordert viel Engagement.

Marcus — Das Wort hat übrigens zweierlei Bedeutung: Fit als Passung (von to fit aus dem Englischen) und fit von gesund. Kurzum: es muss eine auf allen Ebenen gesunde Passung zwischen unserem Kunden uns geben, sonst coachen wir nicht (beide lachen 😂). Und ja, wenn auch sehr selten, lehnen wir Coachinganfragen ab. Denn für einer gesunden Passung müssen 3 grundlegende Kriterien oder Bedingungen erfüllt sein:

1.    Das Commitment des Auftraggebers für eine Transformationsreise. Er muss JA zur Veränderung sagen und auch JA meinen.

2.    Wenn er Ja gesagt hat, ist die Integrität eine weitere Gelingensbedingung für erfolgreiches Coaching. Dies lässt sich gut ausdrücken in "Wort geben und Wort halten".

3.    Und schließlich ist das Vertrauen ausschlaggebend. Und zwar gegenseitig. Coaching ist immer auch Vertrauenssache und die beginnt auch immer mit einem Vorschuss.

Erst wenn Kunden und kaos sich auf diese Bedingungen geeinigt haben, geht’s los. Dann kann die Transformationsreise beginnen und steht von Anfang an auf soliden Füßen.

Kannst du uns noch ein wenig mehr über die Transformationsreise erzählen?

Marcus — Veränderung ist für uns kein unerwartetes Event oder Training und auch keine Beratung. Für uns ist Transformation ein Prozess, der sich stetig vollzieht. Und dieser Prozess braucht eine gewisse Grundhaltung und vor allem auch Zeit. Da gibt es keine schnellen Wunder und goldenen Wege. Und vor allem ist dies ein sozialer Prozess, d.h., es sind Menschen beteiligt.

Katrin — Wie bei jeder Reise definieren wir zunächst die Rahmenbedingungen: Wer sind die Akteure? Was ist das Ziel? Welche Anforderungen gibt es? Bei kaos definieren wir all diese Dinge gemeinsam mit unseren Kunden. Es ist ihre Reise und wir sind die Reiseleiter. Wir bilden "Change Teams", in denen verschiedene relevante Interessengruppen des Unternehmens vertreten sind. Wir bilden "Intrapreneure" aus, die Hand in Hand mit unserem Team arbeiten, um Veränderungen umzusetzen. Und wir arbeiten in Iterationsschleifen, die es uns ermöglichen, sofort auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Es ist ein sehr einzigartiger Ansatz, den wir "Agiles Empowerment" nennen. Im Mittelpunkt unseres Prozesses steht der Mensch…  (sie schauen sich an)

Marcus — … Denn schließlich verändern Menschen die Welt. Sie machen die Unterschiede.

© kaos GmbH | Landwehrstraße 6, 80336 München
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